Winterkreuzfahrt 2024
Eine Reise, dreizehn Häfen
Erlebnisse einer Winterreise mit der MSC Euribia im Januar 2024
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Buchdetails
Informationen zum Buch
Am 7. Januar 2024 hieß es in Hamburg: Leinen los! Drei Wochen lang ging es mit der MSC Euribia entlang der europäischen Küsten, durch marokkanische Königsstädte und zu den Inseln des ewigen Frühlings – bis das Schiff am 28. Januar wieder in den Heimathafen zurückkehrte. In diesem persönlichen Reisebericht nimmt der Autor seine Leserinnen und Leser mit auf eine außergewöhnliche Winterkreuzfahrt. Mit lebendigen Eindrücken aus Häfen wie Brügge, Lissabon, Rabat oder Teneriffa und detaillierten Tagesbeschreibungen entsteht das Gefühl, selbst an Bord zu sein. Ein Buch für Kreuzfahrtliebhaber, Reiselustige und alle, die dem grauen Winter für eine Weile entfliehen möchten.
Informationen zum Buch
Eine Reise, dreizehn Häfen
Drei Wochen, dreizehn Häfen, unzählige Eindrücke: Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine abwechslungsreiche Winterkreuzfahrt von Hamburg über die Küsten Westeuropas bis hinunter zu den Kanarischen Inseln und wieder zurück. Begleiten Sie den Autor an Bord der MSC Euribia und erleben Sie, wie sich das Leben zwischen Seetagen, kulturellen Ausflügen und unvergesslichen Momenten anfühlt.
Jeder Hafen hat seine eigene Geschichte – und genau diese Mischung macht den besonderen Reiz einer Kreuzfahrt aus. Von den mittelalterlichen Gassen Brügges über die moderne Architektur Rotterdams bis hin zur maurischen Pracht Rabats zeigt das Buch, wie facettenreich eine Reise sein kann. Madeira, die “Insel des ewigen Frühlings”, lädt mit ihren Korbschlitten und Gärten zum Staunen ein, während die Kanarischen Inseln mit Sonne, Stränden und lebendigen Städten überraschen. Der letzte Stopp in Southampton verbindet maritime Geschichte mit einem Hauch Titanic-Nostalgie, bevor die Reise in Hamburg endet.
Der Autor erzählt nicht nur nüchtern von Sehenswürdigkeiten, sondern lässt den Leser auch an den kleinen Anekdoten teilhaben. Gerade diese Mischung aus Information und persönlichem Erleben macht das Lesen leicht und unterhaltsam.
Neben den Reiseberichten über die einzelnen Städte gibt es eigene Kapitel über das Leben an Bord. Wie verbringt man einen Seetag? Welche Aktivitäten und Kuriositäten bietet die MSC Euribia? Hier findet der Leser Antworten, ergänzt durch praktische Tipps rund um Kleidung, Bordalltag und Ausflugsplanung. Eine Übersicht des typischen Tagesprogramms zeigt, wie vielfältig das Bordleben ist – von Quizrunden über Sport bis hin zu entspannten Momenten auf dem Sonnendeck.
Ein besonderes Extra: In einem eigenen Abschnitt finden sich Tipps für individuelle Landgänge. So erfährt man, welche Sehenswürdigkeiten sich auf eigene Faust gut erkunden lassen, wann man besser einen organisierten Ausflug bucht und welche kleinen Geheimtipps es in den Häfen gibt. Von der Zugfahrt nach Brüssel über den Käsemarkt in Gouda bis hin zu den versteckten Plätzen in Santiago de Compostela oder Santa Cruz – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Das Buch ist nicht nur ein Reisebericht, sondern auch eine Inspirationsquelle. Es eignet sich für Kreuzfahrt-Neulinge, die erste Eindrücke sammeln möchten, ebenso wie für erfahrene Reisende, die nach Anregungen für ihre nächste Tour suchen. Durch die persönliche Note fühlt es sich fast an, als wäre man selbst mit an Bord gewesen.
Alle im Buch enthaltenen Fotos sind in Schwarz-Weiß abgedruckt, stehen aber in höherer Auflösung und in Farbe auf der Webseite des Autors zur Verfügung. So lässt sich die Reise noch einmal visuell nacherleben.
Dieses Buch ist für alle, die Kreuzfahrten lieben oder kennenlernen wollen. Für alle, die neugierig auf die Welt sind und gleichzeitig die kleinen Momente schätzen. Und für alle, die Lust haben, in Gedanken mitzureisen – von der Nordsee bis zum Atlantik, von alten Kathedralen bis zu modernen Skylines.
Buchdetails
Highlights
- Brügge und Zeebrügge mit Ausflugsideen nach Brüssel
- Rotterdam mit der Möglichkeit für einen Abstecher nach Gouda
- Rabat und Casablanca mit orientalischer Architektur und Souks
- Madeira mit Funchal, botanischen Gärten und Korbschlittenfahrt
- Kanarische Inseln mit Las Palmas und Santa Cruz
- Southampton mit maritimer Geschichte und britischem Flair
Leseproben
Leseproben
Drei ausgewählte Kapitel geben später einen ersten Einblick in das Buch.
Kapitel 3 Anreise: Kiel – Hamburg
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Die Anreise begann am Samstag, den 6. Januar 2024. In der Nacht zuvor hatte es kräftig geschneit und auch am Morgen lag eine dicke weiße Schneeschicht über Kiel. Unser Taxi kam pünktlich, und schon stand die erste Herausforderung an: drei Personen, drei große Koffer, drei Rucksäcke und eine zusätzliche Handtasche in einen Toyota-Kombi zu verstauen. Irgendwie passte alles hinein – ein bisschen Tetris-Erfahrung hilft eben auch im Alltag.
Am Bahnhof gönnten wir uns noch schnell ein Brötchen, bevor der Zug losfuhr. Pünktlich, wohlgemerkt – was bei der Deutschen Bahn ja fast schon eine kleine Sensation ist. Die Freude hielt aber nicht lange. In Neumünster war plötzlich Endstation, ein Stellwerk war defekt. Der Ersatzzug bestand nur aus zwei einstöckigen Wagen. Da unser 4-Waggon-Doppeldecker bis auf den letzten Platz voll war, schafften es längst nicht alle hinein – wir auch nicht.
Kurzerhand bestellten wir ein Taxi, diesmal einen geräumigen Mercedes-Bus. Zunächst verlief die Fahrt angenehm, bis wir bei Quickborn/Bad Bramstedt in einem Stau landeten. Eine Stunde Verzögerung war die Folge. Am Nachmittag kamen wir schließlich im Hotel Condor an, wo unsere Zimmer bereits auf uns warteten.
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Kapitel 4 Brügge, Belgien
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Am Morgen begrüßte uns strahlender Sonnenschein, allerdings auch eine klirrende Kälte. Gefühlt waren es minus elf Grad, und schon auf dem Weg ins Theater, wo die Ausflugsgruppen zusammentrafen, war klar: Handschuhe und Mütze würden uns heute gute Dienste leisten. Kurz darauf saßen wir in Bus Nummer 17, der uns in knapp 25 Minuten direkt nach Brügge brachte. Schon bei der Anfahrt war klar, dass uns ein ganz besonderer Tag erwarten würde. Die Reiseleiterin erzählte unterwegs von der Geschichte des Landes, vom Sprachenmix aus Niederländisch, Französisch und Deutsch und natürlich von der großen Zeit Brügges als Handelszentrum.
Mit einem Stadtplan in der Hand starteten wir am Busparkplatz unsere eigene Erkundungstour. Gleich zu Beginn kamen wir an der markanten roten Barge-Brücke vorbei.
Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Kanäle und die Backsteinfassaden der Häuser. Es war ein Bild wie aus einem Wintermärchen. Wenige Schritte weiter entdeckten wir den Pulverturm, einen Rest der alten Stadtbefestigung. Einst wurde dort Schießpulver gelagert, heute ist er ein beliebtes Fotomotiv.
Besonders gefallen hat mir das Beginenhof-Viertel. Es wurde im 13. Jahrhundert gegründet und war eine Art klösterliche Gemeinschaft für alleinstehende Frauen, die dort nach eigenen Regeln lebten. Mit Schnee bedeckt und fast menschenleer hatte der Innenhof eine stille, fast geheimnisvolle Atmosphäre.
Unser Weg führte uns anschließend zur Liebfrauenkirche. Der hohe Backsteinturm überragt mit seinen 115 Metern die Stadt und ist einer der höchsten seiner Art weltweit. Im Inneren wartete ein echter Schatz: die Madonna mit Kind von Michelangelo. Es ist eine der wenigen Skulpturen des Künstlers, die Italien jemals verlassen haben, und sie strahlt eine Würde aus, die schwer in Worte zu fassen ist.
Langsam meldete sich die Kälte, und so kam die Pause in einem kleinen Café wie gerufen. Eine heiße Schokolade, dickflüssig und cremig, brachte unsere Hände und Laune wieder auf Temperatur. Gut gestärkt ging es weiter zum Belfried. Mit seinen 83 Metern Höhe und den 47 Glocken, die das Leben in Brügge seit Jahrhunderten begleiten, ist er das Wahrzeichen der Stadt. Der Aufstieg wäre sicher lohnend gewesen, aber an diesem Tag reichte uns der Blick von unten.
Am Marktplatz standen wir dann zwischen prachtvollen Giebelhäusern, die in der Wintersonne noch mehr strahlten. Dort besuchten wir die Ausstellung „Historisches Brügge“. Modelle, Bilder und kleine interaktive Stationen zeigten die Entwicklung der Stadt vom Handelszentrum der Hanse bis zum heutigen Weltkulturerbe.
Natürlich durfte auch der kulinarische Teil nicht fehlen. Belgische Pommes mit der typischen Spezialsoße aus Ketchup, Mayonnaise und Zwiebeln schmeckten hervorragend und waren genau das Richtige, um sich kurz aufzuwärmen.
Später probierte ich noch eine Waffel, frisch gebacken, goldbraun und mit diesem unverwechselbaren Duft, der einem sofort gute Laune macht.
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Kapitel 14 Lissabon, Portugal
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Nach unserem Rundgang ließen wir den Nachmittag entspannt ausklingen. Hinten an Deck sitzend, genossen wir die Aussicht auf die Uferpromenade und die vorbeiziehende Stadt, während langsam die Dämmerung einsetzte. Gegen 19 Uhr hieß es schließlich wieder „Leinen los“. Mit der untergehenden Sonne im Rücken und der festlich erleuchteten Brücke des 25. April im Blick, verließen wir Lissabon und setzten unsere Reise fort.
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