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Niklas Danker ermittelt · Band 1

Kein Zugang

Ein rätselhafter Fall auf der Metropolentour im Januar 2026 an Bord der MSC Poesia (Niklas Danker ermittelt 1)

MSC Poesia Metropolentour ab Hamburg 8 Tage

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Niklas Danker will an Bord der MSC Poesia eigentlich nur abschalten. Eine Winterkreuzfahrt von Hamburg über Rotterdam, Zeebrügge, Le Havre und Southampton soll ihm Abstand vom Alltag verschaffen. Doch dann verschwinden Wertgegenstände aus verschlossenen Kabinen. Keine Einbruchspuren. Keine Zeugen. Nur Türen, die sich offenbar für die falschen Personen geöffnet haben. Als Niklas beginnt, die Vorfälle genauer zu untersuchen, gerät er selbst ins Visier. Gemeinsam mit Clara folgt er einer Spur, die tief in die unsichtbaren Systeme des Schiffes führt. Was als technisches Problem beginnt, wird schnell zu einer Frage des Vertrauens. Denn auf einem Kreuzfahrtschiff ist Zugang alles. Und manchmal liegt genau darin die größte Gefahr. Je tiefer Niklas gräbt, desto mehr erkennt er, dass die Wahrheit viel näher liegen könnte, als irgendjemand vermutet. Ein rätselhafter Fall zwischen Meer, Technik und menschlichen Geheimnissen.

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Kein Zugang

Was wäre, wenn der gefährlichste Ort auf einem Kreuzfahrtschiff nicht dunkel, eng oder verlassen wäre, sondern sich mitten im perfekt organisierten Alltag an Bord verstecken würde?

Softwareentwickler Niklas Danker aus Pforzheim sucht einfach eine Auszeit. Nach dem Abschluss eines anstrengenden Projekts kommt eine Kreuzfahrt mit der MSC Poesia genau richtig: Hamburg, Rotterdam, Zeebrügge, Le Havre, Southampton, neue Eindrücke, ruhige Seetage und die besondere Atmosphäre, die nur ein Schiff erzeugen kann.

Doch schon bald erkennt Niklas, dass das Leben an Bord nicht so geordnet ist, wie es scheint.

Eine Bordkarte öffnet Kabinentüren, dient als Zahlungsmittel und wird zum Schlüssel für fast jeden Bereich des Schiffes. Für die meisten Gäste ist sie nur ein praktisches Stück Plastik. Für Niklas ist sie ein System. Und Systeme haben Regeln. Schnittstellen. Schwachstellen.

Als Hinweise darauf auftauchen, dass jemand Zugang zu Bereichen erhält, die eigentlich geschützt sein sollten, beginnt Niklas genauer hinzusehen. Mit der Hilfe von Clara Hoffmann, die Menschen und Situationen oft besser liest als jede Protokolldatei, folgt er einer Spur aus Beobachtungen, digitalen Mustern und scheinbar harmlosen Begegnungen.

Sicherheitschef Markus Lorenz vermutet, dass sich an Bord etwas Ernsteres ereignet als ein gewöhnlicher Vorfall. Doch auf einem Kreuzfahrtschiff ist nichts einfach. Passagiere kommen und gehen, Routinen wiederholen sich, Türen schließen lautlos – und jeder Zugriffsversuch hinterlässt eine Spur, wenn man weiß, wonach man suchen muss.

Kein Zugang ist ein atmosphärischer Spannungsroman auf See, der Bordleben, Technik, Vertrauen und Täuschung verbindet. Ein rätselhafter Fall für alle, die maritime Spannung, moderne Ermittlungen und Geschichten lieben, in denen das kleinste Detail plötzlich entscheidend wird.

Eine Reise beginnt. Ein System gerät ins Wanken. Und Niklas Danker erkennt, dass das Geheimnis manchmal nicht hinter einer verschlossenen Tür liegt – sondern darin, wer sie öffnen kann.

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Highlights

  • Atmosphärische Spannung an Bord der MSC Poesia
  • Moderne Ermittlungen rund um Bordkarten, Zugriffsrechte und digitale Spuren
  • Der erste Fall für Softwareentwickler Niklas Danker
  • Clara Hoffmanns Gespür für Menschen trifft auf Niklas' Blick für Systeme
  • Eine Januarreise von Hamburg über Rotterdam, Zeebrügge und Le Havre bis Southampton
  • Geschützte Bordbereiche und lautlos schließende Türen, hinter denen ein entscheidender Hinweis warten kann

Leseproben

Leseproben

Drei ausgewählte Kapitel geben später einen ersten Einblick in das Buch.

Kapitel 1 Der unerwartete Aufbruch

Niklas hatte seit Tagen dieses schwer greifbare Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmte. Es war kein akuter Druck, keine konkrete Deadline, die ihm im Nacken saß, sondern eher ein leises, hartnäckiges Bewusstsein, dass ein Projekt zwar offiziell kurz vor dem Abschluss stand, in Wahrheit aber noch genügend kleine Stolperfallen bereithielt, um ihm die kommenden Wochen zu verderben. Solche Dinge kündigten sich selten laut an. Sie lagen verborgen in Details, warteten darauf, übersehen zu werden, und genau das machte sie gefährlich.

Er saß an seinem Schreibtisch und ließ den Blick zwischen Bildschirm und einer handschriftlichen Liste mit offenen Punkten hin und her wandern. Drei Einträge waren noch übrig. Nichts Dramatisches, zumindest auf den ersten Blick, und doch hielt ihn etwas davon ab, einfach einen Haken darunter zu setzen. Draußen war es längst dunkel geworden, obwohl es erst kurz nach halb sechs war. Ende November ließ dem Tag nicht viel Raum, und das fahle Licht der Straßenlaternen spiegelte sich in der Fensterscheibe, als würde es den Raum langsam von außen einnehmen.

Ein leises Klopfen riss ihn aus seinen Gedanken.

»Hast du kurz Zeit?«, fragte Uwe und blieb im Türrahmen stehen, als wolle er sich noch die Möglichkeit offenhalten, gleich wieder zu verschwinden.

Niklas lehnte sich zurück und schob den Stuhl ein Stück vom Tisch weg. »Ja, ich wollte ohnehin gerade Schluss machen.«

»Perfekt. Kommst du kurz mit rüber? Gabi wartet schon.«

Der Besprechungsraum war hell ausgeleuchtet, fast schon unnatürlich im Kontrast zur Dunkelheit draußen. Auf dem Tisch standen zwei Kaffeebecher, einer davon offensichtlich schon länger unangetastet. Die Oberfläche war glatt, abgekühlt, als wäre das Gespräch, das hier gleich stattfinden sollte, schon eine Weile vorbereitet worden.

Gabi saß am Kopfende und lächelte, als Niklas eintrat. Dieses professionelle, aber dennoch ehrliche Lächeln, das er an ihr kannte.

»Setz dich ruhig.«

Niklas nahm Platz und klappte fast automatisch sein Notizbuch auf, mehr aus Gewohnheit als aus echter Notwendigkeit. Der vertraute Ablauf eines Meetings griff auch dann, wenn eigentlich keines angekündigt war.

»Wir wollen dich gar nicht lange aufhalten«, begann Gabi und verschränkte kurz die Hände auf dem Tisch. »Aber wir wollten das Projekt heute offiziell abschließen.«

Niklas nickte langsam. »Die letzten Tests liefen sauber. Ich schicke morgen früh noch das Abschlussdokument raus.«

»Das passt«, sagte Uwe und lehnte sich leicht gegen den Tisch. »Wir haben uns alles angesehen. Das ist wirklich gut geworden.«

Niklas zuckte kaum merklich mit den Schultern. »Es war auch einiges an Arbeit.«

Gabi tauschte einen kurzen Blick mit Uwe. Ein stilles Einverständnis, das Niklas nicht entging.

»Und genau deshalb haben wir uns etwas überlegt.«

Uwe griff unter den Tisch und legte einen Umschlag vor Niklas ab. Er war dicker als ein normaler Briefumschlag und wirkte schwerer, als er aussah. Für einen Moment sagte niemand etwas.

Niklas betrachtete ihn, als ließe sich sein Inhalt allein durch das Gewicht entschlüsseln. »Was ist das?«

»Mach ihn auf.«

Er zögerte einen Augenblick, dann öffnete er den Umschlag und zog mehrere Seiten heraus. Sein Blick glitt über die erste Seite, blieb hängen, kehrte zurück, als müsste er sicher sein, sich nicht zu täuschen.

»Eine Kreuzfahrt?«, fragte er schließlich langsam.

»Eine Kreuzfahrt«, bestätigte Gabi ruhig. »Anfang Januar. Metropolentour. Mit der MSC Poesia.«

[…]

Kapitel 2 Ein Schiff, viele Wege

[…]

An der Tür hing ein Umschlag. Er zog ihn ab, öffnete ihn und nahm die Bordkarte heraus. Sein Name, seine Kabinennummer, ein unscheinbares Stück Plastik, das von nun an alles regelte. Zugang zur Kabine, Zugang zum Schiff, Zahlungsmittel an Bars und in den Boutiquen. Ein zentrales System, durchdacht und effizient. Und wie jedes zentrale System war es nur so vertrauenswürdig wie die Regeln, nach denen es arbeitete.

Für einen Moment blieb sein Blick auf der Karte liegen. Ein einziger Punkt, der alles verband. Er hielt sie an das Lesegerät. Für den Bruchteil einer Sekunde flackerte ein rotes Licht auf. Dann wechselte es zu Grün. Ein leises Klicken. Die Tür öffnete sich.

Niklas blieb stehen. Wahrscheinlich nur ein Lesefehler, eine Verzögerung im System, nichts Ungewöhnliches. Und doch mochte er keine Systeme, die beim ersten Kontakt widersprüchliche Antworten gaben.

[…]

Kapitel 3 Ein Tag auf See

[…]

In der Zebra Bar war es deutlich voller als am Vortag. Auf einer kleinen Bühne stand bereits eine Moderatorin, die mit aufgeräumter Stimme versuchte, auch die letzten Unentschlossenen zu aktivieren.

»Quiz o’clock«, rief sie gut gelaunt. »Wer ist dabei?«

Niklas zögerte nur kurz und setzte sich dazu.

»Allein oder im Team?«, fragte sie.

»Allein.«

Sie lächelte. »Mutig.«

Die Fragen begannen. Dieses Mal ging es um Geschichte, dazwischen die üblichen Schätzfragen, bei denen Glück und Selbstvertrauen ungefähr gleich wichtig waren. Niklas antwortete ruhig und ohne Eile. Nebenbei hörte er den anderen zu, weniger aus Neugier als aus Gewohnheit.

Neben ihm saß eine junge Frau, die sich konzentriert Notizen machte und dabei wirkte, als nehme sie das Ganze deutlich ernster als die meisten anderen.

»Du bist gut«, sagte sie leise.

Niklas warf ihr einen kurzen Blick zu. »Geht so.«

»Ich bin Clara.«

»Niklas.«

»Dann gewinnst du das«, sagte sie mit einer Selbstverständlichkeit, die ihn unwillkürlich amüsierte.

»Mal sehen.«

Am Ende hatte sie recht. Die Moderatorin verkündete ihn als Gewinner und reichte ihm ein kleines Paket. Niklas öffnete es noch am Platz und sah hinein.

Wieder ein MSC-Shirt.

»Schon wieder?«, murmelte er.

Clara lachte. »Dann bist du jetzt offiziell Teil des MSC Poesia Quiz-Teams.«

[…]